Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für PostingPilot.de (SaaS)

Stand: 15.02.2026

1. Anbieter / Kontakt

Doppelklick – Agentur für „NEUE“ Medien
Inhaber: Kevin Kellermann
Wiemelhauser Str. 381, 44799 Bochum, Deutschland
E-Mail: info@postingpilot.de
USt-IdNr.: DE292273330

2. Geltungsbereich, Begriffe

  1. Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und Kunden über die Nutzung der webbasierten Software „PostingPilot.de“ („Dienst“).
  2. Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
  3. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
  4. PostingPilot wird als standardisierter Self-Service angeboten. Individuelle Enterprise-Verträge, individuelle SLA, individuelle Vertragsverhandlungen oder kundenspezifische Sonderbedingungen sind nicht geschuldet und werden nicht angeboten.

3. Vertragsgegenstand

  1. PostingPilot ist eine webbasierte Content-Planungsplattform für lokale Unternehmen. Kunden können KI-gestützt Social-Media-Contentideen und strukturierte Posting-Pläne erstellen, verwalten und exportieren.
  2. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung und dem gewählten Tarif zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
  3. Der Dienst wird als SaaS bereitgestellt. Eine Überlassung von Software zur Installation beim Kunden ist nicht geschuldet.

4. Registrierung, Nutzerkonto, Zugang

  1. Die Nutzung setzt ein Nutzerkonto voraus. Der Kunde muss bei der Registrierung korrekte und vollständige Angaben machen und diese aktuell halten.
  2. Pro Nutzerkonto ist ein Zugang vorgesehen. Die Weitergabe von Zugangsdaten oder gemeinsame Nutzung eines Accounts durch mehrere Personen ist untersagt.
  3. Zugangsdaten sind geheim zu halten. Der Kunde hat missbräuchliche Nutzung unverzüglich zu melden. Der Kunde haftet für Aktivitäten über sein Konto, soweit er den Missbrauch zu vertreten hat.
  4. Der Anbieter darf Registrierungen und Logins durch technische Schutzmaßnahmen (z. B. Rate-Limiting) absichern.

5. Vertragsschluss

  1. Die Darstellung von Tarifen und Leistungen stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.
  2. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde den Bestellprozess abschließt und der Anbieter die Leistung freischaltet bzw. den Vertrag bestätigt (z. B. per E-Mail).
  3. Vertragssprache ist Deutsch.

6. Tarife, Leistungsgrenzen, Fair Use

  1. Folgende Tarife werden angeboten (Preise brutto, inkl. gesetzlicher MwSt., soweit anwendbar):
    • Free: 0 € (Funktionen zur Erstellung von Brands/Plänen/Generierung sind gesperrt)
    • Starter: 19 € / Monat (max. 1 Brand, max. 2 Pläne, API-Generierung: max. 5/Tag und max. 50/Monat)
    • Pro: 49 € / Monat (max. 3 Brands, max. 5 Pläne, API-Generierung: max. 20/Tag und max. 100/Monat)
  2. Weitere Grenzen (z. B. technische Tageslimits) können aus Stabilitäts- und Missbrauchsschutzgründen bestehen. Der Anbieter darf angemessene Fair-Use-Grenzen setzen und technische Maßnahmen ergreifen, um Systemstabilität und Missbrauchsschutz sicherzustellen.
  3. Eine öffentliche API für Dritte wird nicht angeboten. Interne, sessiongebundene Endpunkte dienen ausschließlich dem Web-Frontend.

7. Preise, Zahlung, Abrechnung (Stripe)

  1. Kostenpflichtige Tarife werden monatlich im Voraus abgerechnet. Die Zahlung ist sofort bei Bestellung fällig.
  2. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe.
  3. Rechnungen werden per E-Mail und zusätzlich im Nutzerkonto bereitgestellt.
  4. Bei fehlgeschlagener Zahlung, Rücklastschrift oder Zahlungsverzug darf der Anbieter den bezahlten Tarif sperren und das Konto in den Free-Modus zurückstufen. Der Vergütungsanspruch für bereits fällige Zeiträume bleibt bestehen.
  5. Preisänderungen für Bestandskunden gelten nur für zukünftige Abrechnungszeiträume nach rechtzeitiger Mitteilung. Der Kunde kann bis zum Inkrafttreten kündigen, sofern er die Änderung nicht akzeptieren will.

8. Laufzeit, Kündigung, Tarifwechsel

  1. Der Vertrag über kostenpflichtige Tarife läuft auf unbestimmte Zeit mit monatlicher Abrechnung.
  2. Der Kunde kann jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen.
  3. Kündigung ist im Nutzerkonto per Klick möglich. Für Verbraucher stellt der Anbieter zusätzlich eine öffentliche Kündigungsseite ohne Login-Hürde bereit („Verträge hier kündigen“) und eine Bestätigungsseite mit Bestätigungsschaltfläche („Jetzt kündigen“) nach den gesetzlichen Vorgaben.
  4. Upgrades/Downgrades erfolgen zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode.
  5. Es gibt kein freiwilliges Erstattungs-/Kulanzrecht. Zwingende gesetzliche Rechte (z. B. Widerruf bei Verbrauchern, Mängelrechte) bleiben unberührt.

9. Verfügbarkeit, Wartung, Support

  1. Der Anbieter schuldet keine bestimmte Mindestverfügbarkeit (kein SLA), bemüht sich aber um stabilen Betrieb.
  2. Wartungen/Updates können jederzeit erfolgen. Kurzzeitige Unterbrechungen sind möglich.
  3. Support: E-Mail und Ticketsystem, Mo–So, Reaktionszeit typischerweise bis 48 Stunden.

10. KI-Funktionen – Hinweis, Verantwortung, kein Erfolg geschuldet

  1. KI-Funktionen erzeugen Vorschläge (z. B. Ideen, Plantexte, Struktur). Diese können falsch, unvollständig oder ungeeignet sein.
  2. Der Kunde bleibt für die Prüfung, rechtliche Zulässigkeit (z. B. Marken-/Urheber-/Wettbewerbsrecht, Werbeaussagen) und tatsächliche Nutzung verantwortlich.
  3. Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg (z. B. Reichweite, Leads, Umsatz, Conversion).

11. Nutzungsrechte

  1. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht, den Dienst im vereinbarten Umfang zu nutzen.
  2. Untersagt sind insbesondere Reverse Engineering, Umgehung von Schutzmechanismen, automatisiertes Auslesen/Scraping, unautorisierte Lasttests sowie Nutzung zur Schädigung von Systemen oder Dritten.

12. Inhalte des Kunden, Rechte, Freistellung

  1. Der Kunde bleibt Inhaber seiner Inhalte (z. B. Brand-Daten, Texte, Planinhalte).
  2. Der Kunde räumt dem Anbieter die Rechte ein, die Inhalte ausschließlich zur Vertragserfüllung zu speichern, zu verarbeiten, darzustellen und Exporte zu erzeugen.
  3. Der Kunde sichert zu, dass er zur Nutzung der Inhalte berechtigt ist und keine Rechte Dritter verletzt.
  4. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus rechtswidrigen Inhalten oder vertragswidriger Nutzung resultieren, einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten.

13. Verbotene Nutzung (Acceptable Use)

Der Kunde darf den Dienst nicht für rechtswidrige oder unzulässige Zwecke verwenden. Insbesondere verboten sind:

Der Anbieter darf bei Verdacht auf Verstöße Inhalte sperren, Funktionen einschränken oder Konten vorübergehend sperren.

14. Sperrung, außerordentliche Kündigung

  1. Der Anbieter darf Konten vorübergehend sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für Missbrauch, Sicherheitsrisiken oder Rechtsverletzungen vorliegen.
  2. Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen kann der Anbieter den Vertrag außerordentlich kündigen.

15. Mängelrechte / Gewährleistung

  1. Für Unternehmer: Der Kunde hat Mängel unverzüglich in Textform zu melden. Der Anbieter leistet nach eigener Wahl Nacherfüllung durch Fehlerbeseitigung oder Workaround.
  2. Für Verbraucher: Es gelten die gesetzlichen Vorschriften für digitale Dienstleistungen/digitale Produkte (inkl. gesetzlicher Update-Pflichten, soweit anwendbar).
  3. Mängelrechte bestehen nicht, soweit der Fehler auf unsachgemäßer Nutzung, fehlender Mitwirkung oder kundenseitigen System-/Netzwerkproblemen beruht.

16. Haftung

  1. Unbeschränkte Haftung bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
  2. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.
  3. Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung für entgangenen Gewinn sowie mittelbare Schäden und Folgeschäden ausgeschlossen.
  4. Zwingende gesetzliche Haftung bleibt unberührt.

17. Datenschutz, Hosting, Aufbewahrung, AV-Thematik

  1. Details zur Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
  2. Hosting erfolgt in der EU/Deutschland (IONOS).
  3. Aufbewahrung (typisch, vorbehaltlich gesetzlicher Pflichten): Logs bis zu 90 Tage, Backups rollierend bis zu 90 Tage.
  4. Wichtig (realistisch): Sobald Kunden personenbezogene Daten in Inhalte/Supporttexte packen, kann das je nach Nutzung Auftragsverarbeitung sein. Dann braucht es eine separate AVV (nicht in den AGB). In den AGB steht dazu bewusst nur dieser Hinweis – das ersetzt keine AVV.
  5. AVV wird ausschließlich in der vom Anbieter bereitgestellten Standardfassung angeboten. Individuelle Verhandlungen oder kundenspezifische AVV-/DPA-Redlines (Enterprise-Sonderkonditionen) sind ausgeschlossen.

18. Vertragsende, Datenzugriff, Export, Löschung

  1. Nach wirksamer Kündigung bleibt der kostenpflichtige Tarif bis zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode aktiv.
  2. Danach wird das Konto für 30 Tage auf Read-only gesetzt (keine neuen Generierungen/Anlagen; Export/Download weiterhin möglich, z. B. CSV/JSON).
  3. Nach Ablauf der Read-only-Phase werden produktive Inhaltsdaten gelöscht oder anonymisiert, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen (z. B. Rechnungsdaten).

19. Änderungen des Dienstes und der AGB

  1. Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln und ändern, sofern Kernzweck und wesentliche Funktionen des gewählten Tarifs erhalten bleiben und Änderungen für den Kunden zumutbar sind.
  2. Änderungen dieser AGB erfolgen nur aus sachlichen Gründen (z. B. Rechtsänderungen, Sicherheitsanforderungen, Leistungsänderungen). Änderungen werden rechtzeitig mitgeteilt.
  3. Für Verbraucher werden Änderungen nur im gesetzlich zulässigen Rahmen wirksam; gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

20. Widerruf (nur Verbraucher) – mit Checkbox-Logik

  1. Verbrauchern steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die im Bestellprozess bereitgestellt wird.
  2. Vorzeitiger Leistungsbeginn: Der Dienst wird in der Regel unmittelbar nach Bestellung/Freischaltung erbracht. Sofern der Verbraucher im Checkout per Checkbox ausdrücklich verlangt, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, gilt:
  3. Wertersatz bei Widerruf: Widerruft der Verbraucher nach Beginn der Leistung, schuldet er Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen nach den gesetzlichen Vorschriften.
  4. Hinweis zum Erlöschen: Ein Erlöschen des Widerrufsrechts kommt bei Dienstleistungen nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen in Betracht (insbesondere bei vollständiger Leistungserbringung und entsprechender Zustimmung/Bestätigung).
  5. Rückzahlungen erfolgen nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften; dabei kann Wertersatz angerechnet werden.

21. Verbraucherstreitbeilegung

Der Anbieter ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

22. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt deutsches Recht. Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen werden.
  2. Ist der Kunde Unternehmer, ist Gerichtsstand Bochum, sofern gesetzlich zulässig.
  3. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.